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Beyond Platforms: ein Neuanfang jenseits von Facebook, YouTube und Co.

Short thesis

YouTube, Netflix, zunehmend auch Facebook und Instagram dominieren unseren digitalen Bewegtbildkonsum. Sie sind fast schon Infrastruktur, denn dort ist das Publikum, also müssen darüber die Inhalte verbreitet werden. Doch diese Logik führt zu strategischen und moralischen Dilemmata. Wie sieht ein Ausweg aus der Abhängigkeit aus? Wie gelingt der Neuanfang jenseits der Plattformen?

Description

2018 war das Ende vom Anfang. Die Netflix-Dominanz hat zu tektonischen Verschiebungen in der Medienbranche geführt: Disney übernimmt 20th Century Fox und startet dieses Jahr Disney+, einen Streaming-Service, der alle Inhalte im Abo direkt vertreibt. AT&T und Comcast investieren ebenfalls Milliarden in die Übernahmen von Time Warner und Sky. Spätestens mit diesen Entscheidungen gibt es kein zurück mehr: Digital ist die Zukunft und es gilt, zu handeln und zu investieren. 2018 war zudem kein gutes Jahr für YouTube, Instagram und Facebook und alle, die in ihrer Strategie auf diese Plattformen gesetzt haben. Die Skandale, Verfehlungen und Probleme hatten nicht nur Auswirkungen auf das Image der Tech-Konzerne, sondern auch auf Produzenten und Medienunternehmen, die zwischen den Fronten zerrieben und instrumentalisiert wurden.

So gilt es, neue Wege zu finden. Die Bewegtbildbranche braucht Alternativen zu den großen Plattformen, muss sich über eigene Infrastruktur und Technologien Gedanken machen. Doch dazu braucht es frische Ideen und Ansätze, denn ein deutsches oder europäisches YouTube, Netflix oder Facebook ist keine Lösung. Aber wie kann dann eine Lösung aussehen, die am Markt bestehen kann? Welche Ansätze gibt es jenseits der Plattformen? „Beyond Platforms: Ein Neuanfang“ erzählt die Geschichte einer selbstbestimmten Zukunft der Bewegtbildbranche.

Ein Neuanfang jenseits bestehender Grenzen ist gleichzeitig auch das aktuelle Thema des Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ). In den kommenden Monaten wagt das MIZ den Blick über den Tellerrand des Redaktions- und Produktionsalltags hinaus in eine Medienutopie für Berlin-Brandenburg und ruft die Medienbranche zum Call-To-Action auf! Standortleiterin Rebecca Ahlen stellt den Reiseplan für die nächsten Monate vor und erklärt warum eine Utopie mindestens ebenso sehr für Träumerei, wie für die transformative Kraft und konkrete Umsetzung mutiger Zukunftsvisionen stehen kann.

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